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die Albtextiler
aus alt mach neu
Daß wir unsere Erde erhalten wollen, und daß wir sie schützen müssen, wenn wir sie erhalten wollen – darin sind wir uns alle einig. Bloß – wie das geht…???
Da gibt es die Gruppen, wo man sich trifft, um über vermutete Gefahren aus Materialien und Technologien zu diskutieren, oder auch, um über Ratschläge für alternative Lösungen oder gar die Notwendigkeit von Verzicht zu sprechen.
Jede und jeder von uns kann von Artikeln und Vorträgen berichten oder von Büchern, wo dargelegt wird – selbstverständlich je nach Anschauung der Person, die spricht oder schreibt – warum welches Mittel förderlich oder gerade nicht förderlich sei für die Gesundheit der Menschheit und der Natur insgesamt.
Und wir? Wir machen es nochmal anders…! Wir, in unserer Arbeitsgruppe, wir fangen am Ende an – das heißt, wir gehen aus vom vorhandenen Produkt und zeigen daran auf, daß es die Eigenschaften hat, die wir "Umweltbewußten" uns von den Ergebnissen menschlicher Arbeit erhoffen. Manchmal ist der größte "umweltschützende" Wert einer Sache der, daß sie DA ist – so wie in diesem Beispiel hier.
Wir suchen nicht, aber wir halten die Augen offen, und wir sehen, daß die Welt übervoll ist mit erhaltenswerten Gegenständen, für die wir dringend etwas TUN müssen, wie z. B. hier -da geht es um HISTORISCHE BETTWÄSCHE.
Bettwäsche, wie sie bis Mitte des vorigen Jahrhunderts hergestellt wurde, ist qualitativ hochwertig und sehr schön. Warum wir sie trotzdem nicht benützen, hat einen simplen Grund: Bettbezüge waren früher kleiner, und Kissenbezüge waren größer als heute. Zwar haben viele Menschen diese Erbstücke aus Pietät noch aufbewahrt, aber seit ein paar Jahren werden sie zunehmend weggeworfen.
Uns war klar, daß wir HANDELN müßten, und wir waren sofort überzeugt, als pfiffige Gruppenmitglieder die rettende Idee hatten. Sie haben noch einmal dargelegt, daß die alte Wäsche nicht die richtigen Maße hat und außerdem immer so langweilig WEISS ist. Es sei deshalb ganz einfach; denn wir müßten nichts weiter tun als diese beiden Hindernisse zu beseitigen.
Das heißt: Erst einmal: auftrennen, dann eventuell färben oder batiken, möglicherweise bedrucken, vielleicht andere Stoffe einsetzen, Borten aufnähen… für die heutigen Größen neu zusammensetzen, verkaufen, fertig…!
Ein solches Produkt mag etwas mehr kosten als das, was wir üblicherweise kaufen und bald wieder entsorgen, dafür haben wir aber viele Jahre Freude daran und können es sogar an die nächste Generation weitergeben. Und wir wissen beruhigt, daß es viele weitere ökologisch wertvolle Eigenschaften hat: Der Flachs ist vor langer Zeit hier in der Gegend gewachsen; alle Arbeitsschritte sind von kundigen Menschen in der Nähe gemacht worden, lange Transportwege waren nicht nötig, die Wäsche ist gesundheitsverträglich, sie saugt viel Feuchtigkeit auf, muß nicht so oft gewaschen und gebügelt werden (Wasser, Waschmittel, Strom, Arbeit) – und sie ist einfach schön!
Ernsthaft wirksam wird solches Upcycling aber bloß dann, wenn es großflächig betrieben wird; darum entwickelt eines unserer Mitglieder im Rahmen seiner Bachelorarbeit die Organisation, damit länderübergreifendes Arbeiten möglich wird.
Aber vor allem Organisieren und vor jedem Umändern braucht es eines: das EINSAMMELN…! Und dafür bitten wir Sie, liebe Leserin und Sie, lieber Leser, um Ihre Mithilfe.
Bitte, helfen Sie uns, das einst in jedem Haushalt vorhandene Kulturgut zu erhalten und es den Werkstätten zu übergeben, die dafür sorgen, daß es heute wieder genutzt werden kann.
Schreiben Sie uns bitte eine Mail, wenn Sie etwas abgeben möchten, wir kümmern uns dann darum.

Hier geht es um das Upcycling von historischer Bettwäsche

